IZu Gast bei unseren Schulpartnern der Tartu Herbert Masingu Kool.m Rahmen des interkulturellen Bildungsprogramms Erasmus+ besuchten drei AFS-Kolleginnen unsere Partnerschule "Herbert Masingu Kool" in Tartu/Estland. Dort hospitierten sie zum Thema: "Einsatz neuer digitaler Medien im Unterricht".

Hintergrund der Aktion ist das Bestreben der LVR-Anna-Freud-Schule, ihre Mitarbeiter*innen unter interkulturellem Aspekt fortzubilden, strategische Schulpartnerschaften zu unterhalten, sich über bewährte Verfahren auszutauschen und innovative Ideen zu unterstützen. Wie dies konkret aussehen kann, verrät der folgende Erfahrungsbericht.


Erfahrungsbericht zum Erasmus+ -Programm                  

Tartu 02.05.17 - 04.05.17

Von: Anna Mehlitz, Christina Sagel und Christiane Frank

Herzlicher Empfang: So werden Brücken abgebaut und der europäische Gedanke gelebt.Wie wurden wir in Tartu aufgenommen?
Unsere erste Ansprechpartnerin in Tartu war Maila. Sie hat uns bereits am ersten Mai abends herzlich am Busbahnhof empfangen und mit ihrem privaten PKW zu unserer Unterkunft "Hektor Design Hostel" gefahren.
Unser gesamter Aufenthalt wurde im Vorfeld von Maila und ihren Kolleg*innen sehr gut organisiert. Wir bekamen am nächsten Morgen einen detaillierten Ablaufplan mit allen wichtigen Informationen. Nicht nur mehrere KollegInnen der "Tartu Herbert Masingu Kool" haben sich während unseres Aufenthalts viel Zeit für uns genommen, sondern auch Menschen aus deren privaten Umfeld. Die Frau eines Lehrers gab uns beispielsweise eine ausführliche Stadtführung und Mailas Mutter führte uns durch das "Ahaa-Museum". An unserem letzten Abend wurden wir außerdem zu einem gemeinsamen Abschlussessen eingeladen.

WFrau Frank und Johan Skytte - ein schwedischer Politiker, der 1632 zum Kanzler der Universität Tartu wurde.as haben wir in Tartu (auch im Hinblick auf Neue Medien) Neues gelernt?
Wir bekamen an der "Tartu Herbert Masingu Kool" vielfältige Einblicke darin, wie dort mit Neuen Medien gearbeitet wird. So wurde uns beispielsweise das elektronische Klassenbuch vorgestellt, das die gesamte Schule zur Dokumentation nutzt. Darin werden nicht nur die Lerninhalte sämtlicher Klassen eingetragen, sondern auch die Noten der Schüler*innen, ihre Zeugnisse, Stundenpläne oder Kommentare zu ihrem Verhalten oder ihrer Anwesenheit. Nicht nur die Lehrer*innen haben Zugriff auf das elektronische Klassenbuch, sondern auch die Eltern und Schüler*innen können teilweise die Inhalte einsehen. Es werden dort z.B. auch die Hausaufgaben von den Lehrer*innen vermerkt, sodass die Schüler*innen oder Eltern am Nachmittag darauf zugreifen können. Außerdem ist es möglich, hierüber in E-Mail-Kontakt zu den Eltern oder der Schulleitung zu treten.  

Im Wissenschaftsmuseum: Obst ist gut für's Köpfchen - q.e.d.!Wir lernten außerdem die Plattform "Tera" kennen. Sie wird von der Tartu Herbert Masingu Kool zum Hochladen verschiedener Materialien genutzt. Darin integriert ist außerdem ein Kalender, in dem alle Ausflüge, Fortbildungen, etc. vermerkt sind.
Darüber hinaus bekamen wir vier Schulstunden Unterricht im Umgang mit Apps und Plattformen, die häufig an der Schule genutzt werden. Dazu zählt "Padlet.com" und "LearningApps.org".
Interessant war für uns ebenfalls, dass die Tartu Herbert Masingu Kool vier Mal im Jahr einen E-Learning-Day veranstaltet. An diesem Tag arbeiten die Schüler*innen zu Hause an ihren Computern. Sie bearbeiten in drei Fächern Aufgaben und müssen insgesamt 5 Selbsttests zur Überprüfung absolvieren.

Wir hatten außerdem die Gelegenheit eine weitere Schule in Tartu zu besuchen. Der Schulleiter dieser privaten Schule führte uns durch das Gebäude. Wir waren sehr beeindruckt von der technischen Ausstattung und den innovativen Ideen dieser Schule. Die Schüler*innen lernen alle mit iPads, und auch die Computerräume waren ausschließlich mit iMacs ausgestattet. Das Lehrerzimmer ist mit einer Sitzecke, Hängematte und mehreren kleinen Nebenräumen für fachliche Absprachen ausgestattet. Die Lehrer experimentieren dort außerdem mit einer Virtual-Reality-Brille und erkunden, wie man diese im Unterricht nutzbar machen kann.  

Frei von Tunnelblick: Interstella... interkulturelle Erfahrungen in Tartu.Wurden Verabredungen getroffen?
Maila plant, die Anna-Freud-Schule im April 2018 mit einigen Kolleg*innen und Schüler*innen zu besuchen. Es wurde angedacht, auch in Köln eine Stadtführung für sie zu organisieren. Außerdem würde sich ein Kunst- oder Musikprojekt anbieten, um mit den Koleg*innen sowie Schüler*innen in einen Austausch zu kommen. Gegebenenfalls könnten wir innerhalb des Kunst- oder Musikprojektes gemeinsam mit iPads arbeiten und somit weitere Erfahrungen austauschen.

Welche Vergleichbarkeiten gibt es?
Die Tartu Herbert Masingu Kool ist von ihrer Schülerschaft sowie der Qualifikation der Lehrer (Sonder- bzw. Heilpädagogen) vergleichbar mit der LVR-Anna-Freud-Schule. Die Schüler*innen haben auch dort die Möglichkeit, ihr "Abitur" zu machen. Allerdings arbeiten die estnischen Kolleg*innen mit deutlich kleineren Klassen und haben darüber hinaus auch eine 1:1-Betreuung einiger Schüler*innen.

Sind sich über den Sinn des Austauschprogramms einig: Frau Sagel, Frau Frank und Frau Mehlitz.Lohnen sich solche Austauschprogramme?
Wir sind uns einig, dass sich solche Austauschprogramme auf jeden Fall lohnen. Durch den persönlichen Kontakt mit den Kolleg*innen vor Ort entsteht eine gewisse Verbindlichkeit. Dadurch werden Vorurteile abgebaut und das europäische Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt. Wir konnten nicht nur viele neue unterrichtliche Eindrücke gewinnen, sondern durch den intensiven Austausch der Menschen vor Ort auch interkulturelle Erfahrungen sammeln. Aus den unterrichtlichen Eindrücken, die wir dort gewonnen haben, resultierten außerdem Ideen für unseren eigenen Unterricht.

 


 

Weiterführende Links:

Die AFS im Bildungsprogram Erasmus+

Anna weltweit unterwegs

Herbert Masingu Kool / Tartu

 

Bildcredits: MEH, SAG, FRA / AFS

Erfahrungsbericht: MEH, SAG, FRA

Text/Red.: KAP

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