Schülerorientierte, ganzheitliche Sonderpädagogik

Häufig konzentrieren sich bisherige sonderpädagogische Sichtweisen auf die Defizite und Störungen der körperbehinderten SchülerInnen. Folglich wird meist eine an Normalität orientierte, von außer herangetragene Förderung praktiziert, deren Normen und Ziele körperbehinderte SchülerInnen nicht oder nie ganz erreichen können. Dieser Förderansatz erzeugt eher Entmutigung und Abwertungsgefühle.

Die Teams der LVR-Anna-Freud-Schule versuchen hingegen, die Stärken, Kompetenzen und Ressourcen der Schülerinnen und Schüler ganzheitlich zu unterstützen. Der Schüler soll nicht mehr Objekt sein, dem man etwas beibringt, sondern Subjekt und Handelnder im Unterricht und Lernumfeld, der mit seinem Lernbegleiter (LehrerIn, TherapeutIn, PflegerIn) gemeinsame Ziele und Fördervereinbarungen formuliert.

Die Entwicklung und Förderung der Selbstverantwortlichkeit der Schülerinnen und Schüler bekommt somit bei uns eine hohe Bedeutung.

Schülerorientiert und ganzheitliche bedeutet auch, offene Unterrichtsformen wie Lernen an Stationen, Freiarbeit und Projektarbeit und handlungsorientierte Merkmale wie Bedürfnisbezug der SchülerInnen zum Thema, Aktivierung aller Sinne, methodische Kompetenz der SchülerInnen zu berücksichtigen (SchülerInnen planen, gestalten den Unterricht mit), Produktionsorientierung (Mitteilungswert und Gebrauchswert der Unterrichtsergebnisse) und Rhythmisierung (hohe Konzentrationsphasen / Entspannungsphasen).

Individualisierungen finden sonderpädagogisch gesehen auf allen Ebenen statt: Individuell notwendige Entschleunigung von Unterricht und Lerntempo je nach Lern- und Wahrnehmungsmöglichkeiten des einzelnen Schülers (Schreibzeitverlängerungen bei Tests, Einzelförderung in bestimmten Fächern, wahrnehmungsangepasste Arbeitsblätter und Medien), Gestaltung des Schülerarbeitsplatzes nach ergotherapeutischen und krankengymnastischen Gesichtspunkten, vollständige Integration der Ergotherapie, Krankengymnastik und Pflege in den Schulalltag.

Darüber hinaus finden sonderpädagogische Förderdiagnostik und psychotherapeutische Krisenintervention und Beratung statt, um Lernbesonderheiten, persönliche Krisen oder Überforderungen zu diagnostizieren und zu begleiten.

 

Lernen vor Ort

Wichtig bei der Arbeit mit körperbehinderten SchülerInnen ist die Kompensation, der Ausgleich des typischen Umwelterfahrungsdefizits, welches bei vielen von Geburt an bewegungseingeschränkten Kindern immer wieder festgestellt wird.

Die LVR-Anna-Freud-Schule organisiert deshalb zahlreiche Bildungsexkursionen.

Hier ist immer der Einsatz eines Busses notwendig, da viele Schüler sich in schweren elektrischen Rollstühlen bewegen, die in die meisten Bahnen der öffentlichen Verkehrsmittel nicht hineinpassen.

Effektive, erinnerbare und behinderungsadäquate Unterrichtsgestaltung muss aber Lernen vor Ort, am Objekt integrieren.

Um diese notwendige Mobilität zu garantieren wurde ein schuleigener Bus angeschafft und unterrichtende Kollegen nutzen ihn dazu, wesentlich öfter als vormals die Schulwirklichkeit zu verlassen und SchülerInnen vor Ort entdecken, studieren und lernen zu lassen.

So können beispielsweise Betriebe, Museen, Rechenzentren .... von Schülern besucht werden.

Zuvor können Interview – und Beobachtungsbögen im Unterricht vorbereitet werden und nach dem Unterrichtsgang die Erlebnisse und Ergebnisse verarbeitet werden.

 

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Förderschwerpunkt
körperliche und motorische
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