Die ganzheitliche Förderung unserer Schüler*innen steht auf drei festen Säulen: MINT, Kultur und Sport.

Hierbei können die Heranwachsenden ihren individuellen Neigungs-Schwerpunkten nachgehen und sich erfolgreich, intensiv und nachhaltig in einer Vielfalt von Betätigungsfeldern erleben, ausprobieren und weiterentwickeln: Sei es körperlich-motorisch, musisch, literarisch, künstlerisch, mathematisch, informationstechnisch und naturwissenschaftlich-technisch oder mit Blick auf ihre gesellschaftliche Verantwortung (Fair Trade).

MINT

Das Bild zeigt eine Hand, die ein kleines Auffangröhrchen hält, in das eine Lösung mit einer Pipette geträufelt wird.Neben den Schwerpunkten in den Bereichen von Kunst und Kultur sowie des Sports liegt an der LVR-Anna-Freud-Schule ein besonderer Fokus auf der Förderung unserer Schülerinnen und Schüler im Bereich der sogenannten MINT-Fächer, d.h. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Neben den obligatorischen unterrichtlichen Angeboten, die barrierefreies Experimentieren und ein breites methodisch-didaktisches Spektrum umfassen, das auf unsere Lerngruppen angepasst ist, werden diesbezüglich beispielsweise Arbeitsgemeinschaften (AGs), Projektkurse sowie Wahlpflichtunterricht "Naturwissenschaften" angeboten.

Außerdem engagiert sich die LVR-Anna-Freud-Schule als fair-trade school intensiv im Bereich der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung.
Einzelheiten zu den o.g. Angeboten finden Sie im Bereich MINT-Fächer auf unserer Homepage.

Mehr Informationen zu den MINT-Aktivitäten an der AFS:

Zur Rubrik MINT-Aktivitäten an der AFS.

 

  • Hier erfahren Sie mehr über mögliche Abschlüsse und Inhalte der Sekundarstufe I und II.

Bitte hierfür auf die Menü-Unterpunkte klicken:

Sekundarstufe I

Sekundarstufe II

Abschlüsse

 

  • Informationen zur Aufnahme an die LVR-Anna-Freud-Schule erhalten Sie hier:

Informationen zum Aufnahme-Verfahren

 

 

 

 

Inklusion

 

Inklusionsbegriff der LVR-Anna-Freud-Schule:
Die prozessorientierte Inklusion

Derzeitig wird Inklusion von Schülern mit Förderschwerpunkten unterschiedlich definiert und interpretiert:
Zumeist hat sich die Vorstellung durchgesetzt, dass Inklusion an sich schon durch die uneingeschränkte Aufnahme von Schülern mit Förderschwerpunkten an allgemeinen Schulen stattfindet, verbunden mit der Annahme, dass die notwendigen individuellen sonderpädagogischen Fördermaßnahmen realisiert werden.
Nach neuerer Forschung (Hiller, Weinheim 2010, Ahrbeck, Berlin 2012) und nach vielen Fallanalysen, die die LVR-Anna-Freud-Schule durchgeführt hat, ist diese Vorstellung von Inklusion häufig nicht realisierbar.

Selbst bei Beachtung und Durchführung sonderpädagogischer Förderung an allgemeinen Schulen bleibt unserer Erfahrung nach ein Entwicklungsphänomen unberücksichtigt:
Im Alter von 11 bis 17 Jahren verlaufen unterschiedliche Phasen der adoleszenten Identitätsentwicklung. Zur eigenen erfolgreichen Identitätsentwicklung, die Voraussetzung für Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen ist, vergleichen sich die Jugendlichen in dieser Zeit mehr als sonst, interpretieren ausführlich soziale Reaktionen anderer Mitschüler und versuchen diese Erfahrungen in ihr Selbstbild zu integrieren.
Ist die Behinderung in der Klasse 5 der weiterführenden Schulen für Mitschüler noch interessant, werden häufig in den Klassen 6 und 7 z.B. Spastiker und Rollifahrer nicht zu Partys, Treffen in der Stadt etc. eingeladen, mitgenommen, im Sportunterricht nicht integriert usw.. Gerade in dieser Zeit der beginnenden Pubertät bemerken Schüler ihre Andersartigkeit, die auch noch in der absoluten Minderheit ist. Hier entwickeln sich bei einem Teil der Schüler mit Behinderung oder Störungsbild besonders ausgeprägte Identitätsfindungsprobleme, die nicht mehr adäquat kompensiert werden können.
Ein leises, stilles (damit meist unbemerkte) Leiden beginnt, psychosomatische Komorbiditäten entwickeln sich.
Auch ein Peer Group Angebot (Treffen mit behinderten Schülern aus anderen Klassen) bleibt dabei völlig unzureichend und wirkungslos.

Eine Pädagogik der Vielfalt, eine Pluralität der schulischen Angebote und Konzepte wird nicht als Möglichkeit gesehen der Heterogenität der Schüler Rechnung zu tragen, sondern als Möglichkeit zur Diskriminierung.
Für viele Schüler mit Förderschwerpunkt funktioniert die inklusive Beschulung an einer allgemeinen Schule, für viele Schüler aber nachweisbar eben doch nicht.

Für diese Schülerklientel gelingt Inklusion unserer Erfahrung nach nur durch einen strukturierten, jahrelangen Prozess: Die prozessorientierte Inklusion an der LVR-Anna-Freud-Schule:

In der gymnasialen Oberstufe und in der Sek I durch ein vielfältiges außerunterrichtliches Angebot der LVR-Anna-Freud-Schule bleiben behinderte Schüler in der Mehrzahl, nichtbehinderte Schüler werden integriert, sozusagen eine umgekehrte Inklusion/Integration:
Behinderte Schüler erleben hier ihre Behinderung nicht mehr als belastende Besonderheit in der Minderheit. Hier steht ihre Persönlichkeit, und nicht ihre Behinderung im Vordergrund, ohne diese zu negieren, sie lernen von anderen Schülern, unterstützt von Lehrern, wie sie mit Behinderung umgehen, sie integrieren.
Somit praktiziert die LVR-Anna-Freud-Schule eine prozessorientierte Inklusion, die davon ausgeht, dass durch die kontinuierliche Stärkung der Persönlichkeit verbunden mit jahrelanger, systematischer, pädagogisch unterstützter Wahrnehmung, Verarbeitung und Integration der Behinderung eine realistische Inklusion in der außerschulischen Lebens- und späteren Arbeitswelt gelingt.

Zu dieser Stärkung gehören:

  • Systematische Behinderungsverarbeitung in allen Jahrgangsstufen
  • Kontinuierliches Wahrnehmungstraining, individualisierte wahrnehmungsoptimierte Arbeitsblätter und Medien
  • Ständige individuelle Anpassung der Nachteilsausgleiche
  • Training des offensiven Kommunizierens über die eigene Behinderung oder Andersartigkeit, die in den außerschulischen Bereichen und der Arbeitswelt notwendig und zielführend ist.
  • Information für die nicht behinderten Schüler über die Einschränkungen ihrer behinderten Mitschüler, Auswirkung im Alltag und Unterricht durch Mitarbeiter der therapeutischen Abteilung und der Pflege

Ziel ist es somit, dass Schüler durch prozessorientiertes Inklusionstraining in die Lage versetzt werden, als Subjekt, als gestaltende Menschen gesellschaftliche Teilhabe im Sinne einer Teilgabe zu realisieren.

Die prozessorientierte Inklusion geht davon aus, dass Inklusion durch die bloße Integration an allgemeinen Schulen oft nicht ausreicht, häufig ein Druck des Negierens der Andersartigkeit entsteht und eine wirkliche Inklusion in allen außer- und nachschulischen Lebensbereichen Maßstab sein sollte. Um diese realistische Inklusion erfolgreich leben zu können, muss in vielen Fällen Andersartigkeit Raum haben, normal sein, um sich systematisch zu stärken.

Sekundarstufe I

Sekundarstufe I (Klassen 5-10)

In der Sekundarstufe I (Klassen 5 - 10) wird im Wesentlichen nach den Richtlinien der Realschule unterrichtet und in der Sekundarstufe II nach den Richtlinien für die gymnasiale Oberstufe.

Die Sekundarstufe vermittelt sowohl eine berufsfeldbezogene Grundbildung als auch eine Vorbereitung auf weitere Bildungsgänge der Sekundarstufe II.

Für weitere Informationen zum Konzept unserer Berufswahlorientierung klicken Sie hier!

Voraussetzung für die Aufnahme in die Sekundarstufe I (Klasse 5-10) der LVR-Anna-Freud-Schule ist die Prognose "Mittlerer Schulabschluss".

 

Erprobungsstufe (Klassen 5 und 6)

Die ersten beiden Jahrgangsstufen des sechsjährigen Bildungsganges werden als Erprobungsstufe im Klassenverband geführt. Betreut werden die Klassen 5 und 6 von einem personalkonstanten Klassenteam, bestehend aus KlassenlehrerIn, FachlehrerIn an Förderschulen und Therapeuten. Der/die Klassenlehrer/in übernimmt während der Erprobungsstufe einen erheblichen Teil des Unterrichts.

Englisch ist als erste Fremdsprache verpflichtend vorgeschrieben.

Zu den Fächern mit schriftlichen Arbeiten gehören Englisch, Deutsch und Mathematik.

Ab Klasse 6 findet ein Teil des Unterrichts als Wahlpflichtunterricht statt. Hier bietet die LVR-Anna-Freud-Schule als Besonderheit und im Hinblick auf die Sekundarstufe II als zweite Fremdsprache (Fach mit schriftlichen Arbeiten) Französisch oder Latein an. Für jede Schülerin und für jeden Schüler ist die Wahl einer der beiden Sprachen verbindlich.

Zwischen der Klasse 5 und 6 findet keine Versetzung statt; erst am Ende der Erprobungsstufe entscheidet die Versetzungskonferenz auf Grund der Leistungen und der Gesamtentwicklung der Schülerin bzw. des Schülers über den Verbleib an der LVR-Anna-Freud-Schule.

 

Klassen 7 und 8

In den Klassen 7 und 8 wird in den schriftlichen Hauptfächern binnendifferenziert unterrichtet, d.h. der Unterricht und die Leistungsüberprüfungen werden dem individuellen Leistungsvermögen angepasst.

Ab der Jahrgangsstufe 7 wird der Wahlpflichtbereich erweitert: Neben der zweiten Fremdsprache (Französisch oder Latein) werden an der LVR-Anna-Freud-Schule alternativ als weitere Schwerpunkte Naturwissenschaften oder Gesellschaftswissenschaften angeboten. Am Ende der Klasse 6 entscheiden sich die Schüler/innen für einen dieser Schwerpunkte mit schriftlichen Arbeiten. Das Wahlpflichtfach wird ab Ende der Klasse 7 versetzungswirksam.

Im zweiten Halbjahr der Jahrgangsstufe 7 findet eine Projektwoche zu aktuellen Fragestellungen statt.

 

Klassen 9 und 10

Die Leistungsdifferenzierung setzt sich in den Klassen 9 und 10 in den schriftlichen Hauptfächern fort.

Am Ende der Klasse 8 entscheiden die in der Jahrgangsstufe unterrichtenden Fachlehrer, ob die Schüler/innen in der Jahrgangsstufe 9 und/oder 10 "binnendifferenziert" innerhalb des Klassenverbandes unterrichtet werden oder leistungsdifferenzierten Kursen zugeordnet werden.

 

Arbeitsgemeinschaften

Die LVR-Anna-Freud-Schule bietet einmal wöchentlich für alle Jahrgangstufen im Durchschnitt etwa 20 Arbeitsgemeinschaften einschließlich Silentium an, die für die SchülerInnen der Klassen 5 - 10 verpflichtend sind. Das AG-Angebot wird auch in diesem Bereich jährlich den Schülerwünschen angepasst.

Abschlüsse in der Übersicht:

 

Sekundarstufe I

  • mittlerer Schulabschluss (mSa) mit Qualifikation für den Besuch der gymnasialen Oberstufe (Fachoberschulreife mit Qualifikation)
  • mittlerer Schulabschluss (mSa) ohne Qualifikation (Fachoberschulreife)
  • Abschluss der Sekundarstufe (Hauptschulabschluss A)
  • Hauptschulabschluß nach Klasse 9 (erwerben alle Schüler_innen bei Versetzung in Klasse 10)

 Sekundarstufe II

  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur)
  • Schulischer Teil der Fachhochschulreife

 

Weitere Informationen:

 

Abschlüsse Sekundarstufe I

Am Ende der Klasse 10 können die SchülerInnen die Fachoberschulreife mit und ohne Qualifikation (Zugangsberechtigung für die gymnasiale Oberstufe) erwerben.

Außerdem sind Abschlüsse dem Bildungsgang immanent, die dem Hauptschulabschluss nach der Klasse 9 oder dem Sekundarabschluss I - Hauptschulabschluss nach der Klasse 10 - gleichgestellt sind.

Nach dem Halbjahreszeugnis der Klasse 10 können sich SchülerInnen mit vorläufiger Qualifikation um einen Platz in der gymnasialen Oberstufe der LVR-Anna-Freud-Schule bewerben.

 

Freunde, Förderer, Partner und Sponsoren der Anna Freud Schule

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Förderschwerpunkt
körperliche und motorische
Entwicklung (SI + SII)

Ihr Draht
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Sekretariat
anna-freud-schule@lvr.de
(0221) 55 40 46-0

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Regelschulberatung

Landesweite Beratungsstelle für inklusiv unterrichtende Schulen im Bildungsbereich Sek I und Sek II
Ausführliche Informationen >

Freiwilliges Soziales Jahr
Bundesfreiwilligendienst

an der AFS
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